Berg Sion: Projekt Umbau & Umnutzung

Einsprache betreffend Erschliessung

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Einsprache des Quartiervereins Winkel vom 7.5.2026 betreffend Erschliessung des Berg Sion
Der Quartierverein Winkel hat am 7. Mai Einsprache erhoben. Er beruft sich auf die Zusicherung der Gemeinde bei der Erteilung der Ausnahmebewilligung zum Bau des Berg Sion in den 70er Jahren, dass der Berg Sion nicht über den Winkel, sondern über Oberfondlen-Längacher-Felmis erschlossen wird. Er besteht darauf, dass diese Zusicherung weiter eingehalten wird. Die entsprechenden Regelungen (Fahrverbote) sollen rechtskräftig (grundbuchlich) verankert werden.
Die Durchfahrt zwischen Winkel und Berg Sion ist im Sinne der Verkehrssicherheit, zur Erhöhung der Erholungsqualität und der Wohnqualität im Quartier, und zum Schutz der Natur gänzlich zu unterbinden.
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Auflage des Baugesuchs: 20. April - 9. Mai 2026

Das Baugesuch der Genossenschaft Berg Sion (Verein Auxilium) sieht vor, innerhalb der bestehenden Bausubstanz 12 Mietwohnungen zu realisieren. Die umfangreichen Baugesuchs-Unterlagen sind online und auf dem Baudepartement der Gemeinde Horw bis am 9. Mai einsehbar. 

Die folgende Seite ist öffentlich, erfordert jedoch die Eingabe eines eTANs: https://planauflage.horw.ch/directories/baugesuche 

Eine Auswahl der oben einsehbaren Dokumente haben wir für Sie hier heruntergeladen:

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Projektbericht
Bericht zum Umbau-Projekt von Amberg Architekten, Sursee
2026-03-31_Projektbericht.pdf
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Berechnung der bestehenden Hauptnutzfläche
2026-03-31_Berechnung HNF EXST.pdf
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Berechnung der projektierten (neuen) Hauptnutzfläche
2026-03-31_Berechnung HNF Neu.pdf
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Mobilitätskonzept verfasst von der Trafiko AG, Kastanienbaum
16-seitiges illustriertes Konzept / Hieraus ein Zitat (S. 6): "Die Überbauung Berg Sion ist vom Felmis her über die Roggernstrasse und die Mättihalden erschlossen. Dies ist bereits heute die Hauptzufahrt für alle Bewohner:innen und Gäste und wird auch weiterhin so bleiben. Die Erschliessung vom Winkel über die Bodenstrasse wird primär als Fuss- und Veloverbindung zum Berg Sion genutzt. An der Zufahrtsstrasse steht ein nicht eingetragenes Fahrverbotsschild. Grundsätzlich haben die Bewohner vom Berg Sion ein Durchfahrtsrecht. Gegenüber den Bewohner:innen und Gäste wird aber die Anfahrt über die Mättihaldenstrasse kommuniziert."
2026-03-30_Mobilitatskonzept.pdf
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Projektbeschrieb der Umgebung
Verfasser Fahrni Landschaftsarchitekten GmbH, Luzern
2026-03-31_Projektbeschrieb Umgebung.pdf
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Baugesuch
Baugesuch.pdf
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Gutachten zur Bewilligungsfähigkeit
Verfasserin: Julia Neuenschwander, M.A., Fachstelle Gemeinschaft (www.fachstellegemeinschaft.net)
Das Gutachten führt die Vorabklärung des Luzerner Amts für Raum und Wirtschaft (rawi) vom Herbst 2024 an: Das rawi war der Ansicht, "dass lediglich ein Projekt mit 6
Wohnungen bewilligungsfähig sei. Begründet wird dies mit einer mutmasslich höheren
Nutzungsintensität eines Projekts mit 12 Wohnungen im Vergleich zum Referenzzustand."
Die Verfasserin des Gutachtens argumentiert, "dass das vorgeschlagene Bauprojekt mit 12 Wohnungen (Stichjahr 2028) nicht zu einer Erhöhung der Nutzungsintensität im Vergleich zum Referenzzeitpunkt (Jahr 1980) führt."
2026-03-24_Gutachten zur Bewilligungsfah
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Information zum Mobilitaetskonzept am 25. Juni 2024

Zum Erhalt des Berg Sion ist ein "spirituell/gemeinschaftliches" Wohnungsbauprojekt geplant, das neben 12 Wohnungen den Erhalt der Kapelle und des Betonbaus ermöglichen soll. Am 25.6.24 lud die Genossenschaft Berg Sion zu einem Infoanlass zur Vorstellung des Mobilitätskonzepts mit ihrem leitenden Architekt und der Trafiko AG ein. Die rege Teilnahme von Anwohnern und Vertretern der Gemeinde zeigte einmal mehr die Wichtigkeit unseres Quartiers. Der Vorstand des Quartiervereins Winkel war durch Marion Einsle und Del Hodel vertreten.

Elemente des vorgestellten Mobilitätskonzepts sind Beibehaltung der bisher genehmigten 15 Parkplätze, Cargobike-Sharing, Car-Sharing und Lademöglichkeiten der E-Mobilität. Der Berg Sion soll für Autos weiterhin über den Längacher erschlossen sein, nicht über den Winkel.

Ziel aller Parteien ist es, eine möglichst verkehrsarme Neubelastung zu realisieren, doch die Anforderungen differieren im Einzelnen noch sehr. Die Klärung juristischer Fragen (z.B. Zonenkonformität, Anzahl Parkplätze, Durchfahrtsrecht) wird zeigen, welche Möglichkeiten bestehen.

Informationsveranstaltung der Genossenschaft Berg Sion, 19. März 2024 und Position des Quartiervereins Winkel

Vertreter des Quartiervereins waren am 19. März 2024 zur Informationsveranstaltung auf den Berg Sion eingeladen. Für den Bau des Berg Sion in der Landwirtschafts- und Landschaftsschutz-Zone wurde 1974 eine Ausnahmebewilligung erteilt. Die grosse Betonbaute mit abgesetzter Marienkapelle diente seit 1977 als Zentrum der Schönstatt-Patres Schweiz und zeitweise als Zuhause für bis zu 45 Patres. Aktuell wohnen noch 6 der schweizweit 15 Schönstatt-Patres auf Berg Sion. Diese können die Liegenschaft mit dem inzwischen renovationsbedürftigen Haus finanziell und personell alleine nicht weiter tragen. Die 2024 gegründete Genossenschaft Berg Sion will den Betonbau umbauen und so umnutzen, dass er weiterhin als «Wohn- und Bildungsstätte» gilt. Die geplanten 12 Wohnungen sollen selbsttragend vermietet werden.

 

Die offene Information und die Gelegenheit zum Gedankenaustausch wurde von mehreren Dutzend Anwohnern des Berg Sion sehr geschätzt. In der Diskussion wurden Vorbehalte geäussert, insbesondere bezüglich der befürchteten Zunahme an motorisiertem Verkehr. Susanne Wicki wies darauf hin, dass der Quartierverein Winkel gegen die Baueingabe in den 70er Jahren Einsprache erhoben hatte und diese erst aufgrund der Zusicherung zurückzog, dass der Berg Sion nicht über den Winkel, sondern über Oberfondlen-Längacher-Felmis erschlossen  werde. Auch heute wollen wir uns dafür einsetzen, dass der steile Verbindungsweg, der oberhalb der Stadelstrasse vom Boden zum Berg Sion führt, zum Schutz von Kindern und Erholungssuchenden verkehrsfrei bleibt. Auch soll der Winkel nicht durch zusätzlichen Durchgangsverkehr noch stärker belastet werden. Die Genossenschaft Berg Sion erarbeitet in nächster Zeit ein Mobilitätskonzept, in welchem sie die Interessen aller Anwohner berücksichtigen wollen.

Der steile Verbindungsweg entlang des Bodebachtobels,  von der Stadelstrasse zur Bodenstrasse und weiter hoch zum Berg Sion (blau) ist Teil des offiziellen Wanderweg-Netzes (gelb).

Er wird von Joggern und Spaziergängern viel genutzt. Allein schon seine Steigung, seine Enge und schlechte Übersicht bedeuten, dass diese Strecke für den Motorfahrzeugverkehr schlecht geeignet ist und Fussgänger durch solchen gefährdet würden.

Entlang des Bodebachtobels liegen designierte Biodiversitätsförderflächen (auf der kantonalen Karte der Vernetzungsprojekte  gelb).

Das Bodebachtobel ist ein wichtiger Vernetzungskorridor zwischen dem Steinibachried und dem Seeufer und den erhöht liegenden Wiesenflächen.

Mehrverkehr würde die Natur beeinträchtigen und der deklarierten Zielsetzung der Gemeinde Horw (Vision und Gemeinde Strategie 2030), die ökologische Vernetzung zu fördern, zuwiderlaufen.

Der Quartierverein wehrt sich heute - wie schon in den Entstehungsjahren des Berg Sion - dagegen, dass Fahrzeuge über die Winkelstrasse, durch die Kernzone Winkel zum und vom Berg Sion gelangen. Es gilt, die Anwohner, den historischen Ortsteil Winkel, die Natur des Steinibachrieds und die erholungssuchenden Menschen - deren Zustrom in den Winkel mit der Entwicklung im Gebiet Luzern Süd spürbar massiv zugenommen hat - zu schützen. 

Der Verkehr hat seit den 70er Jahren innerhalb des Winkels aufgrund der Überbauung und der grösseren Mobilität der Bevölkerung exponentiell zugenommen. Lärmbelastung und die Sicherheit von Anwohnern und Langsamverkehr sind immerwährende und zunehmende Probleme, die man mit Tempo 30 und verkehrsberuhigenden Massnahmen entlang der Winkelstrasse nur unbefriedigend gelöst hat. Die mittelfristige Bebauung des Baufeldes zwischen Steinibachried und Seehotel Sternen wird Mehrverkehr von zwei Wohnblöcken generieren, der sich insbesondere vor und nach den regulären Arbeitszeiten zusätzlich durch das Nadelöhr beim Rank presst. 

Die Gemeinde Horw erklärt in ihren Strategiepapieren, dass sie die Lebensqualität in den Quartieren, den Natur- und Klimaschutz, die Aufwertung der Freiräume, und den Fuss- und Radverkehr fördern will. Eine Erschliessung des Berg Sion entlang des Bodebachtobels, durch die Kernzone Winkel, über die Winkelstrasse und entlang des Naturschutzgebiets Steinibachried läuft all diesen Zielen zuwider.

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Artikel der Luzerner Zeitung, 14.05.2024: Mietwohnungen am Wahlfahrtsort
Autor Roman Hodel hat die Stellungnahme des QV Horw in seinem Artikel mit einbezogen.
LZ240514_Schönstatt-Patres planen Mietwo
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